Bericht zur Hauptversammlung vom 8.Mai 2026
von Klaus Manthey
Sportfreunde Großsachsenheim blicken auf ein bewegtes Vereinsjahr zurück
Zu Beginn der Jahreshauptversammlung gedachten die Sportfreunde den verstorbenen Mitgliedern. Am 21. Juni werden die langjährigen Mitglieder im Rahmen der Ehrungsfeier gewürdigt. Für 25 Jahre Philipp Quero, 50 Jahre Edith Schneider, 60 Jahre Wolfgang Götz, 70 Jahre Werner Rath, 75 Jahre Otto Keck und 80 Jahre Ewald Schwerdtfeger.
Der 1. Vorsitzende Harald Heberle zog eine ausführliche Bilanz über ein ereignisreiches Vereinsjahr. Dabei wurde deutlich: Der Verein steht auf einem stabilen Fundament, sieht sich aber auch weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert.
Im Mittelpunkt der Versammlung stand zunächst der Dank an die zahlreichen Ehrenamtlichen. Trainer, Betreuer, Ausschussmitglieder, Helfer und Unterstützer hätten mit ihrem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass das Vereinsleben in dieser Form möglich sei. „Ohne das Ehrenamt gäbe es diesen Verein nicht“, betonte der Vorsitzende.
Auch gesellschaftliche Themen prägten das vergangene Jahr. Besonders die Diskussionen rund um das neu geschaffene Flüchtlingsheim in unmittelbarer Nachbarschaft beschäftigten den Verein intensiv. Die Stadtverwaltung habe frühzeitig den Dialog mit den Vereinen gesucht und in Informationsveranstaltungen sachlich über das Projekt informiert. Trotz teils kritischer Stimmen sei der Austausch wichtig gewesen und habe zu mehr Verständnis beigetragen.
Positiv hervorgehoben wurde die Modernisierung der Flutlichtanlage auf LED-Technik (oberer Platz). Dadurch konnten sowohl die Trainingsbedingungen verbessert als auch ein Beitrag zur Energieeinsparung geleistet werden. Dank richtete der Verein dabei insbesondere an die Stadtverwaltung und die beteiligten Mitarbeiter des Tiefbauamtes.
Kritik äußerte der Vorsitzende hingegen am Zustand des Parkplatzes beim ehemaligen Festplatz. Dieser sei weder optisch noch funktional zufriedenstellend und stelle insbesondere für Gäste und Besucher der Vereinsgaststätte ein Problem dar. Hier sehe der Verein weiterhin dringenden Handlungsbedarf.
Ein weiteres sensibles Thema blieb das Verhältnis zu Anwohnern in Kleinsachsenheim. Beschwerden über Lärm und Lichtemissionen hätten zu Gesprächen geführt, in denen beide Seiten ihre Sichtweisen darlegen konnten. Der Verein sicherte zu, Ruhezeiten einzuhalten und Veranstaltungen verantwortungsvoll durchzuführen. Die Lichtsituation am unteren Platz ist besonders störend, hier sind dem Verein allerdings die Hände gebunden. Die Modernisierung auf LED-Beleuchtung wurde vom Gemeinderat abgelehnt.
Großen Raum nahmen die zahlreichen Veranstaltungen des Vereins ein. Das traditionelle Waldfest, das Heimatfest sowie die Jugendturniere wurden erneut sehr gut angenommen. Ein besonderer Höhepunkt war die 25. Oldienight im Lichtenstern-Gymnasium, die mit viel Engagement organisiert wurde und erneut auf große Resonanz stieß.
Sportlich konnten die Sportfreunde ebenfalls Erfolge verbuchen. Besonders die Meisterschaft der C-Junioren wurde als herausragender Erfolg gefeiert. Auch im Kinder- und Jugendbereich verzeichnet der Verein großen Zulauf. Schwierigkeiten bereiten dagegen die älteren Jugendjahrgänge, insbesondere nach der Abmeldung der A-Junioren aus dem Spielbetrieb.
Im Aktivenbereich musste die erste Mannschaft zwar den Abstieg aus der Kreisliga A hinnehmen, arbeitet jedoch bereits am direkten Wiederaufstieg. Die zweite Mannschaft belegt aktuell einen soliden fünften Tabellenplatz.
Sehr positiv entwickelt sich weiterhin die Vereinsgaststätte „Kallisto“, die sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt habe. Zudem steht die Sanierung der sanitären Anlagen kurz bevor.
Finanziell präsentierte sich der Verein stabil. Dank erfolgreicher Veranstaltungen und einer soliden Kassenführung konnte ein erfreuliches Jahresergebnis erzielt werden.
Emotional wurde es zum Ende der Versammlung: Der Vorsitzende Harald Heberle kündigte an, gemeinsam mit Dieter Stuiber nicht erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Gleichzeitig würdigte er in einer persönlichen Rede die jahrzehntelangen Verdienste von Dieter Stuiber, der den Verein durch schwierige Zeiten geführt habe. „Ohne dich gäbe es die Sportfreunde Großsachsenheim in dieser Form vielleicht nicht mehr“, sagte der Vorsitzende Harald Heberle unter großem Applaus der Anwesenden.
Gewählt wurden:
1. Vorsitzende: Simon Nisi und Dennis Manthey.
2. Vorsitzender: Harald Heberle.
1. Kassier: Urs Bauer.
1. Schriftführer: Klaus Manthey
Zum Abschluss zeigte sich die Vereinsführung optimistisch: Mit engagierten Mitgliedern, stabilen Finanzen und einer klaren Perspektive sehen sich die Sportfreunde Großsachsenheim gut für die Zukunft aufgestellt.